Passwort vergessen?

?
?

Aktivierungslink noch einmal zusenden

Keinverzeichnis / meinVZ

James Patric Hiller

James Patric Hiller

James Patric Hiller empfiehlt

11 Profile, die Du Dir unbedingt anschauen solltest

Wer James Patric Hiller gut findet

20 Leute finden James Patric Hiller gut.
Mehr von diesem Profil gibt’s für Mitglieder zu sehen - jetzt registrieren!
Herzlich Willkommen auf meiner Wahlreporter-Seite!

 

Mein Wahlspruch/Slogan:

Supporting Politically Differentness (Mit einem kleinen Hintergedanken ;-) 

Über mich:

Freier Journalist & Kreativer Autor. Wohnhaft in Lachendorf. 24 Jahre. Baldiger Student. Visionist. Politisch interessiert. Sportbegeistert. Internetuser. Im Twitter Fieber. Anglizismus Befürworter. Online-Community-Sympathisant. Blogleser und Web-Communicator.

Projekte:

http://www.earthplanetworld.com & http://www.bookaya.wikidot.com

 

Voted für mich unter:

http://appl.welt.de/wahlreporter2009/stimmzettel.php

 

 

Im Folgenden nun meine politischen Texte:

 

1. Rot-Rot-Grüne Zukunftschancen stehen gut!

Deutschland im Jahr 2020. Autos fahren immer noch auf der Straße und fliegen nicht durch die Luft, die Klimakatastrophe ist omnipräsent und hat verheerende Ausmaße angenommen, die weltweiten Ölvorkommen sind um weitere 15 % gesunken im Vergleich zum heutigen Zeitpunkt - und Deutschland wird von einer Rot-Rot-Grünen Koalition regiert. Düstere Zukunftsaussichten? Beileibe nicht, denn der Trend dahin zeichnet sich schon jetzt ab!

Die Linke gewinnt beständig an Wählerstimmen hinzu und auch die SPD hat sich ein wenig gefangen; der freie Fall in die Bedeutungslosigkeit scheint bei der einst größten Deutschen Volkspartei (nach der Mitgliederanzahl) vorerst gestoppt. Bei den Landtagswahlen am vergangenen Sonntag zeichnet sich das ab, was zu prognoszieren war, nämlich die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und das Besinnen der Bundesbürger und -bürgerinnen auf die momentan wichtigsten Werte: soziale und finanzielle Absicherung jedes Einzelnen. Und wer verkörpert eben diese besser als SPD, Grüne und die Linke. Zudem spielen vor allem die Koalitionsoptionen bei einer eventuellen Rot-Rot-Grünen Zukunftsregierung über mehrere Dekaden eine gewichtige Rolle. Schaut man sich einmal an, welche Möglichkeiten die SPD besitzt, wird einem dieses sehr schnell deutlich. Die derzeit von Franz Müntefering geführte Partei kann mit den Linken und den Grünen gleichermaßen koalieren, die CDU jedoch nur sicher mit der FDP. Sollten die Grünen die Wahl haben, werden sie sich mit aller Wahrscheinlichkeit für die Sozialdemokraten entscheiden. Nicht zuletzt auch wegen der gemeinsamen Vergangenheit. Gerne erinnert man sich im Hause Künast, Roth und Trittin an die fruchtbare Regierungszusammenarbeit der Ära Schröder (1998-2005) zurück.

Ein Experiment der "Jamaika-Koalition" bei der derzeitigen prekären Wirtschaftslage und Verunsicherung der Gesamtbevölkerung, die sich nun von der Politik mit Recht sehr viel erhofft, hätte vor allem auf Bundesebene fatale Folgen. Zu sehr wiegt die Divergenz der politischen Inhalte - und das nicht nur bei der Entscheidung über die Abschaltung von Kernkraftwerken. Zu groß sind die Differenzen bei Familien- und Bildungspolitik (Stichwort Abschaffung der Studiengebühren). Überschneidende Elemente sind da bei der SPD, Linke und den Grünen viel eher vorhanden und auch in einer Bundesregierung realistisch umsetzbar. Doch wie sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil in der ARD-Sondersendung nach den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland so schön? Es gebe da einen Parteitagsbeschluss, der besagt, dass Koalitionen mit der Linkspartei sehr wohl auf Landesebene realisierbar seien, auf Bundesebene allerdings strikt abgelehnt werden. So wird es wohl noch eine Weile dauern bis zur mehr oder weniger rosigen Rot-Rot-Grünen Zukunft. Dass diese uns aber innerhalb des nächsten Jahrzehnts bevorstehen wird, davon bin ich überzeugt. Und Ihr?

 

2. Das TV Duell bei Anne Will

Das eigentliche TV Duell des Abends fand im Anschluss an das Fernsehduett der beiden Kandidaten Steinmeier (SPD) und Merkel (CDU) in der munteren Diskussionsrunde bei ARD-Talkerin Anne Will statt. Hier gab es dann die lang ersehnten hitzigen Wortgefechte zwischen den anwesenden Gästen - jedenfalls zum Teil. Die Runde bestand aus Vertretern der Politik, Kultur und Gesellschaft. Namentlich sah das dann so aus: Der von seiner Partei entmachtete und wie immer etwas lethargisch wirkende Edmund Stoiber (CSU), Berlins Bürgermeister und "Ich bin schwul und das ist auch gut so" Bekenner Klaus Wowereit (SPD), der allseits bekannte und beliebte Fernsehmoderator Günther Jauch (RTL), die renommierten Journalisten Patricia Riekel (BUNTE) und Hans-Ulrich Jörges (STERN) sowie Theatermacher Claus Peymann (Berliner Ensemble) - in Klammern die dazugehörigen Parteien.

Die Sympathie der einzelnen Gäste zu den politischen Strömungen war schnell auszumachen. Bei Edmund Stoiber und Klaus Wowereit war es verständlich, dass beide rhetorisch und argumentativ hinter ihren jeweiligen Parteien standen. TV-Mann Günther Jauch schien politisch interessiert und engagiert, dennoch aber ein klein weinig neutral zu wirken. Seinen Ausführungen konnte man nicht entnehmen, welcher Partei er sich zugehörig fühlte. Die größte journalistische Leistung des Abends. Stern-Redakteur Hans-Ulrich Jörges war die Abneigung gegenüber der Kanzlerin deutlich anzumerken. Mit scharfen Worten attackierte er ihren Auftritt und die von ihr vertretenen politischen Ziele. Seiner Meinung nach hätte Steinmeier noch mehr Punkte einfahren können, hätte er die bevorstehende Negativ-Situation des kommenden Jahres verstärkt aufgegriffen. Nach dem Standpunkt von Jörges wird es zu Beginn der nächsten Legislaturperiode einen Anstieg der Arbeitslosenquote geben, dem mit einer CDU/FDP-Regierung nicht bestmöglich entgegengewirkt werden könne.

Frau Riekel von der Boulevard-Zeitschrift BUNTE war ganz eindeutig auf der Seite von Angela Merkel. Sie lobte die Kanzlerin über den grünen Klee und wehrte fast schon mütterlich vehement alle Angriffe aus der Runde gegenüber der CDU-Politikerin ab. Und dann war da noch Claus Peymann. Theaterregisseur und Intendant am Berliner Ensemble in der Bundeshauptstadt. Ein Blick in die Online-Enzyklopädie Wikipedia hätte genügt um etwas über seine politische Ausrichtung zu erfahren. Da steht zum Beispiel, dass Peymann 2007 in die Kritik geriet, weil er dem damaligen RAF-Terroristen Christian Klar ein Praktikum bei sich anbot und seine linksradikalen Unmutsbekundungen unterstützte. So eindeutig wie der Lexikontext waren dann zwar seine Argumente nicht, aber dennoch dem linken Spektrum zu zuordnen. Seiner Meinung nach fehle es in Deutschland an Vorbildern und Visionen, die eben die beiden Kandidaten von Union und SPD nicht verkörpern. Er vermisse die "Leuchttürme" in der politischen Landschaft, die den Menschen Hoffnung geben können und die gesellschaftliche Misere mit einer zunehmenden Gewaltbereitschaft in den verschiedenen Bevölkerungsschichten zu beenden versuchen.

Was lernen wir daraus? Politische Talkrunden sind eben nicht so neutral wie sie es gerne sein würden, wenn es denn so überhaupt vom Publikum gewünscht wird - es sei denn man lädt Günther Jauch ein.

 

3. Wo ist unser Barack Obama?

In der deutschen Politik fehlt es ganz offensichtlich an Typen. An eindrucksvollen Persönlichkeiten, an Profilen mit Ausstrahlung. Wo sind die Kennedys und Obamas Deutschlands? John und Robert Kennedy wurden zu Hoffnungsträgern einer ganzen Nation - Obama sorgte durch seine klaren Visionen wieder für einen Zukunftsoptimismus in den USA. In den meisten Aussagen unserer deutschen Politiker steckt allerdings nur rationale Nüchternheit. Ich vermisse die Emotionalität im Wahlkampf. Ich möchte mitgerissen werden und zwar nicht von perfiden Versprechungen, die sowieso nicht eingehalten werden können. Nein, ich möchte begleitet werden. Begleitet von jemandem, von dem ich mir zu Recht erhoffe, dass er oder sie mich als väter- oder mütterliche Figur durch die Irrungen und Wirrungen gesellschaftlicher Abgründe, sozialer Ungerechtigkeiten und der finanziellen Misere führt. Jemand, der die Leute mitreißen kann und gleichwohl aber auch Erfahrung und Reife verkörpert um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein.

Das alles sehe ich bei Steinmeier und Merkel noch nicht. Vielleicht bei Guido Westerwelle - aber der ist offensichtlich in der falschen Partei.

 

4. SPD ohne Linksbündnis - Wie soll das gehen?

Der Wahlkampf der SPD ist geprägt durch Dementi. Dementi was eine mögliche Regierungskoalition mit den Linken betrifft. Doch wie soll die SPD ohne sie regieren? Das ist doch fast unmöglich oder? Nein, denn auch folgende Szenarien wären denkbar:

1. Die große Koalition ist bereits schon vor den Wahlen ausgehandelt worden und Steinmeier sowie Merkel halten Stillschweigen darüber. Dann wäre die Kanzlerschaft für die CDU gerettet, die SPD würde wichtige Ämter behalten - Steinmeier bliebe Außenminister. Bei den derzeitigen schlechten Umfragewerten wäre dies ein riesiger Erfolg für Frank-Walter Steinmeier und seine Parteigenossen, zudem eine gute Möglichkeit die Partei bis zur nächsten Bundestagswahl 2009 zu vereinen und neu zu formieren mit einer Doppelspitze aus Klaus Wowereit und Andrea Nahles. Bis dahin wäre die Parteibasis überzeugt und würde dann geschlossen hinter einem möglichen Berliner Kanzlerkandidaten stehen.

2. Die Wahl-Lüge. Bei dieser Option würde die SPD trotz der Vorbehalte und vorheriger strikter Ablehnung einer Rot-Roten-Koalition doch mit der Linkspartei verhandeln und Sondierungsgespräche aufnehmen. Sollte dies tatsächlich so geschehen, wäre es ein Wahlbetrug ohnes gleichen; noch schlimmer als im vergangenen Jahr der Koalitionspoker von Andrea Ypsilanti. Hält die SPD Wort, würde man bei den Sozialdemokraten die wahrscheinlichste Machtoption verwerfen, nämlich eine Regierungsgemeinschaft mit den Linken und den Grünen.

3. Eine Koalition mit der FDP. Eigentlich undenkbar, aber nicht vollkommen ausgeschlossen. Sollten die Freien Demokraten wie erwartet stärkste Fraktion der kleineren Parteien im Bundestag werden und die SPD über 30 Prozent kommen, scheint diese Rot-Gelbe Alternative nicht undenkbar. Allerdings müssten gescheiterte Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP dem vorausgehen.

4. Rot-Grünes Bündnis. Die unwahrscheinlichste unter den Koalitionsoptionen der SPD, da die Grünen wohl kaum über 10 Prozent kommen werden und die SPD somit über 40 % für eine stabile Mehrheit im Bundestag benötigen würde.

Fazit: Will die SPD Regierungsverantwortung übernehmen und nicht vier Jahre in der Opposition verbringen, muss sie sich zu einem Bündnis mit den Linken bekennen, einer Neuauflage der Großen Koalition nicht mehr abgeneigt sein oder sich mal auf einen Kaffee mit Guido Westerwelle (dem wahrscheinlich zukünftigen deutschen Außenminister einer schwarz-gelben Regierung) verabreden.

 

5. I Have Another Dream

I say to you my friends even though we had difficulties in the economical and financial system - I still have a dream for our country.

I have a dream that one day this nation will become a place of social justice and equitableness for every citizen. I have a dream that no foreigner is discriminated by the society and that all people maintain the same chances. I have a dream that one day no inhabitant of Germany has to be afraid of unemployment and poorness. I have a dream that work is profitable for each and everyone in the future. I have a dream that one day no manager or higher employee gets paid with millions of Euros. I have a dream that we all will be united and work together to solve the problems of the world today.

Let's stand together to make these dreams come true.

 

6. Bündnis 90: Die Grünen auf Abwegen

Was ist nur aus den Grünen geworden? Das fragen sich die Umweltaktivisten vergangener Tage. Hat sich die Partei mitsamt ihren Interessen verkauft für politische Macht und Ämter? Lange vorbei ist die Geschichte der Ökopartei, die sich allein für Umweltinteressen und die Friedensbewegung stark machte. „Realo-Politiker" wie Joschka Fischer oder Daniel Cohn-Bendit haben der Partei kapitalistischere Züge gegeben. Vor allem Fischer als Außenminister. Passt es zu einer Partei, die sich in ihrem Gründungsprotokoll noch dem Pazifismus verschrieben haben, einem Krieg in Afghanistan die Zustimmung zu geben? Schickt sich es für eine Partei, die der rechten Szene den Kampf angesagt hat, rechtsextrem ausgerichteten Zeitschriften wie „Mut" oder „Nation Europas" Interviews zu geben (so geschehen Anfang der 90er Jahre durch das heutige Mitglied des Europäischen Parlaments Daniel Cohn-Bendit) oder sich mit dem neo-faschistischen Blatt „Junge Freiheit" zu solidarisieren? Cohn-Bendit war es auch, der während des Balkan-Krieges den Einsatz von NATO-Bodentruppen forderte. Angesichts der Wahlen zum Bundestag im September 2009 stellt sich doch die Frage: Darf man Grün wählen wenn man die linke politische Strömung bevorzugt oder sollte man doch bei der altbewährten Sozialdemokratischen Ausrichtung bleiben (die Linkspartei will ich hierbei außer Acht lassen).

Um die Frage zu beantworten möchte ich noch einmal die Geschichte der Partei in den Vordergrund stellen: So gab es Mitte der achtziger Jahre in der Landesgruppe West-Berlins einige Unruhe. Die Partei war zu diesem Zeitpunkt von Personen unterwandert, die der rechtsradikalen NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten" nahe standen. Der Regionalverband löste sich in Folge dessen schließlich auf. Zudem versuchten damals einige aus dem konservativen Lager der Partei sich von den Grünen loszueisen und eine eigene politische Vereinigung zu gründen. Die ödp (Ökologisch-Demokratische Partei) war geboren. Deren Vorsitzender versuchte damals mit populistischen Parolen (u.a. einem Einwanderungsstopp, der aus ökologischen Gründen unumgänglich sei) das Spektrum nach rechts etwas mehr zu öffnen. Die Grünen kooperierten dennoch in diversen Landtagen mit der ödp.

Wo stehen die Grünen heute? Allein schon die offensichtliche Bereitschaft, Koalitionen mit der CDU erst einmal auf Landesebene eingehen zu wollen, so wie es bereits in Hamburg der Fall ist, zeigt deutlich den Verrat der eigenen Werte. Ohne der CDU kritisch gegenübertreten zu wollen, ist es schon erstaunlich, eine Zusammenarbeit mit den Grünen einzugehen trotz der großen Differenzen und verschiedenen grundpolitischen Ausrichtungen in beiden Parteiprogrammen. Wie kann man zum einen die Zustimmung zu Atomkraftwerken und zum anderen die Forderung nach Ausweitung der Nutzung alternativer Energien koalitionstechnisch unter einen Hut bringen? Wie kann man zusammen regieren wenn Roland Koch in Hessen kriminelle Ausländer sofort abschieben will, sich Claudia Roth jedoch für einen EU-Beitritt der Türkei stark macht?

Trotzdem: Eine geringe Hoffnung bleibt, dass sich das Bündnis 90 wieder zu alten Stärken zurückbesinnt. Denn die liegen in der Umwelt- und Migrationspolitik begründet. Spätestens wenn die Koalition in Hamburg scheitert, ist diese Vision nicht mehr unrealisierbar. Und wenn auf Bundesebene eine Ampel zustande kommt (Rot/Grün/Gelb) oder sogar ein Zusammenschluss mit den Linken ist die neue alte Besinnung letztendlich unweigerlich wieder hergestellt.

 

Vielen Dank für eure Unterstützung

PS.: Kann leider meinen Original-Banner momentan nicht online stellen, weil ich keinen HTML Editor oben auf der Bearbeitungs-Seite habe. Da gibt es nur "Bearbeiten" und "Vorschau". Deshalb habe ich einen Flash-Banner gemacht und diesen dafür als Link veröffentlicht (die Funktion geht). Vielleicht beheben die Jungs von Studi das ja nochmal ;) Hier nun der Wahlreporter-Banner-Link zum Download:

http://www.welt.de/multimedia/archive/00898/Wahlreporter_ich_bi_898251a.jpg