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Anja Braungart

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12.11.09:

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg fordert die afghanische Regierung zum Kampf gegen Korruption und Drogenhandel auf. Na, ob er da wohl an der richtigen Adresse ist...?


03.11.09:

"Kriegsähnliche Zustände im Nahen Osten" 

Karl - Theodor zu Guttenberg

Daumen hoch, denn:

„Deutschland wird am Hindukusch verteidigt!“. Und gegen wen oder was?

Gegen den bösen Terrorismus natürlich! Was denn auch sonst?

Was der verehrte Herr Peter Struck in dieser Aussage allerdings verschwiegen hat: kein einziges muslimisches Land hat in den letzten 200 Jahren den Westen angegriffen. Die logische Folge daraus: Entgegen dem, was die Bundesregierung und auch die amerikanische Regierung seinen Bürgern verkündet, sind die USA und Deutschland Aggressoren, deren Tötungsrate 10 Mal höher ist als die der muslimischen Länder. Als Vergleichswert: in den Jahren, seit Deutschland und Amerika „den Terror bekämpfen“, wurden 50.000 afghanische Zivilisten getötet, dagegen gerade einmal knapp 1000 Soldaten aus USA und Deutschland. Dieser Umstand jedoch wird dem Bürger verheimlicht, mit der offiziellen Begründung, man möchte keinen „Body Count“ betreiben.

Und was hat man mit dieser Aktivität bisher schon erreicht? Bei genauerer Betrachtung: rein gar nichts. Oder doch, immerhin konnte Deutschland seine Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit in der Außenpolitik beweisen, seine internationale Rolle hervorheben und die Nichtbeteiligung am Irakkrieg kompensieren. Weiterhin garantiert die Mitwirkung in der NATO die deutsche Energieversorgung und einen reibungslosen Welthandel.

Doch was ist das alles wert, wenn man sich einmal mit den eigentlichen Zielen beschäftigt, die verfolgt werden sollen?

Hat die Besetzung etwa politische und zivile Sicherheit für die in den betreffenden Ländern lebenden Bürger gebracht? Konnte die Stellung Afghanistans als internationaler Drogenexporteur geschwächt werden? War man dazu in der Lage, die Situation der Frauen zum Guten zu verändern? Hat man die medizinische Versorgung ausbauen können? NEIN!

Im Gegenteil:

Es wurden tausende Zivilisten getötet, teilweise vollkommen sinnlos, aus dem Hinterhalt und ohne jede Grundlage, die eine solche Aktion rechtfertigen würde, beispielsweise am 03. Mai diesen Jahres, an dem amerikanische Luftangriffe auf 2 Dörfer in Farah gestartet wurden, bei denen 65 Kinder, 21 Frauen und lediglich 14 Männer getötet wurden. Und es bestand nicht einmal Grund zur Annahme, dass sich in diesen Dörfern Terroristen befinden.

Afghanistan hat sich durch den Schutz der NATO mittlerweile zum Drogenexporteur Nr. 1 gewandelt. 90% aller Heroin- und Opiumimporte weltweit kommen aus diesem Land.

Frauen sind immer noch die unterste Gesellschaftsschicht und können auf offener Straße gesteinigt werden.

Es herrschen Mangelernährung und eine unzureichende Trinkwasserversorgung.

Afghanistan ist in den letzten Jahren auf der Liste der ärmsten Länder der Welt von Platz 173 auf Platz 174 abgestiegen, von insgesamt 178 Ländern.

Und Warum?

Weil man sich gar nicht erst mit großer Anstrengung darum bemüht hat, diese Dinge zu verändern!

Dem Westen fehlt schlicht und einfach der Willen dazu. Oder er war nie da. Die deutsche Regierung hat seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan gerade einmal 325 Mio. Euro in Wiederaufbauleistung investiert. Diese Summe deckt allerdings nicht einmal ein Viertel der Kosten, die der Einsatz der Bundeswehrtruppen verursacht hat. Durch deutsche Regierungsbeschlüsse stellt Deutschland bisher 4500 Soldaten für die NATO bereit und steht damit auf dem drittem Rang der Länder, die Einsatzkräfte stellen. Deutschland hat Frankreich, Italien und sogar Großbritannien überholt.. Und die Tendenz ist steigend, immerhin wird spekuliert, dass nach den Wahlen noch einmal auf 6000 Einsatzkräfte aufgestockt werden soll. Angefangen hatte es mit 1500 Soldaten, deren Anzahl in 4 Schritten durch Regierungsbeschlüsse erhöht wurde. Jede Bundestagsfraktion stimmte für die Aufstockung, mit Ausnahme der Linken. In weiteren Abstimmung wird demnach das Ergebnis nicht anders aussehen.

Dabei geht es hier um einen Krieg, ja, um einen KRIEG, der ewig dauern wird und der nicht zu gewinnen ist, vollkommen egal, wie viele Einsatzkräfte den Terrorismus bekämpfen sollen. Die Folge wird lediglich sein, dass das Land weiterhin destabilisiert abgenutzt wird und dass sich der Hass auf ausländische Besetzung unter den Afghanen schürt. Dies wird dazu führen, dass terroristische Vereinigungen Zulauf bekommen, was den beteiligten westlichen Ländern einen Grund gibt, den Krieg fortzusetzen. Es ist ein ewiger Kreislauf, der unter den momentan führenden Mächten nicht durchbrochen werden kann.

 

Deutschland muss aufhören, sich an die USA angliedern zu wollen, es muss aufhören, etwas kompensieren zu wollen, dass in der Vergangenheit liegt und es muss aufhören, an nichts anderes als politische Macht im Ausland zu denken. Deutschland muss menschlicher und vernünftiger werden!

 

 

 

 

 

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