Forgotten your password?

?
?

Resend confirmation link

Meinverzeichnis / meinVZ

Wikimedia Blog

Wikimedia Blog
  • Bildung und Wissen unterwegs – iMedia und co:

    Neben den Workshops, die wir in ganz Dutschland regelmäßig durchführen, standen in diesem Monat für den Bereich “Bildung und Wissen” wieder mehrere Tagungen auf dem Programm. Wir waren daher u.a. am 22. Mai 2012 auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand auf der iMedia, der großen zentralen rheinland-pfälzischen Lehrertagung in Mainz, vertreten, um dort das Programm Wikipedia macht Schule und den Bereich zu präsentieren. Über 1300 Lehrerinnen und Lehrer nahmen an der Tagung teil, und das Interesse an Wikipedia im Unterricht hat im Vergleich zum Vorjahr noch einmal erheblich zugenommen. Cornelia Trefflich und der freie Referent Jürgen Fenn verteilten Informationsmaterial, standen für viele Einzelfragen zur Verfügung und haben Anfragen zu weiterführenden Informationen entgegengenommen.

    Gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu dem Workshop zum Thema „Wikipedia im Unterricht – Chance oder Risiko?!“ und beteiligten sich an einer konstruktiven Diskussion, die am Ende auf die Frage hinauslief, was es für die Pädagogik bedeute, wenn das Wissen jederzeit über das Internet für alle abrufbar ist. Die gestellten Fragen spiegelten auch gut die Erfahrung wieder, die wir in sonstigen Workshops beobachten. Wie sollte unter den gegebenen  Umständen Medienkompetenz und Informationskompetenz im Unterricht bestmöglich hergestellt werden? Wie kann man die Inhalte in Wikipedia angesichts ihrer Allgegenwärtigkeit auch in den Suchmaschinen kritisch prüfen? Und welche Möglichkeiten gibt es für Lehrer und Schüler, sich an der Erstellung von Inhalten für Wikipedia zu beteiligen?

    Im direkten Gespräch am Stand nahm die Frage nach lizenzrechtlichen und urheberrechtlichen Fragen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Aufgrund der Diskussion um Open Educational Ressources (OER) durch den sogenannten “Schultrojaner” und den engen Vorgaben für das Kopieren von Materialien, die von den Schulbuchverlagen angeboten werden, sehen sich viele Lehrerinnen und Lehrer vor erhebliche Probleme gestellt, wenn sie mit ihren Schülern vollständig digital arbeiten möchten. Deshalb ist das Interesse an Lehrmaterial, das unter einer freien Lizenz steht, erheblich gewachsen. Entsprechend der Konkretisierung der Fragen auf die Weiternutzung Freier Inhalte war auf der Tagung das neue Faltblatt, das Wikimedia Deutschland zu freien Lizenzen erstellt hat, stark nachgefragt. Darin wird die lizenzkonforme Nutzung freier Inhalte anschaulich erklärt. Bilder von Wikimedia Commons und Wikipedia-Artikel können ohne Einschränkungen für Arbeitsblätter und Präsentationen im Unterricht verwendet werden, daher ist auch hier das Interesse groß.

    Tags darauf waren wir auf der Fachtagung Globales Lernen digital vertreten, die im Rahmen der Mediale vom Studiengang Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt ausgerichtet wurde. An der Konferenz nahmen zahlreiche Referenten aus dem Bildungsbereich sowie von NGOs teil, die an grundlegenden Informationen über die Entwicklung im Web 2.0 und im Bildungswesen interessiert sind. Das Interesse an dem Thema Freies Wissen und Globales Lernen war groß (die Inhalte der Präsentation stehen auf Wikiversity zur Verfügung). Insbesondere zu den Initiativen der Wikimedia Foundation zum Abbau der Digitalen Kluft zwischen Nord und Süd mittels einer Zusammenarbeit mit einem Mobilfunkprovider in Afrika sowie durch das Outreach-Programm ergab sich eine interessante Diskussion aufgrund der Nachfragen zu dem Impuls des Referenten. Es besteht großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit seitens der Hochschule zur Vermittlung von grundlegenden Informationen über Wikipedia, über freie Inhalte und über die Arbeit der Wikimedia Foundation und der Fördervereine, das wir gerne aufgreifen.

    Wikimedia Deutschland hat sich in diesem Jahr die Weiternutzung Freier Inhalte zum Ziel gesetzt und freut sich, im Rahmen der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Open Educational Resources, eine Beitrag leisten zu können. Interessierte können ihre Lehrmaterialien auf der Plattform Wikiversity zur Verfügung stellen, um sie dort gemeinsam unter freier Lizenz zu teilen und weiterzuentwickeln. Gerne klärt Wikimedia auch über die Nutzung und Bearbeitung der Inhalte auf und unterstützt Sie bei ihren Fragen. Abschließend zeigt sich für den Bereich Bildung und Wissen, dass rund um “Freies Wissen” und “Bildung” derzeit vieles im Umbruch ist und der Bereich einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, die theoretische Diskussion um OER mit der praktischen Nutzung zu verknüpfen. Wir freuen uns auf die weitere Arbeit mit Euch und stehen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

    Es grüßen, Jürgen Fenn und Elly Köpf

    [mehr]

  • Wikimedia:Woche 21/2012:

    Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

    Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

    Viel Spaß beim Lesen!

     

    = Wikimedia:Woche (21/2012) =

    Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

    Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

     

    Foundation und Vereine

    VERTRETER DER FÖRDERVEREINE IM BOARD OF TRUSTEES NEU GEWÄHLT

    Die Fördervereine haben zwei neue Vertreter im Kuratorium der Wikimedia Foundation bestimmt. Gewählt wurden Alice Wiegand, die von Wikimedia Deutschland vorgeschlagen wurde, und der Vorsitzende von Wikimedia Argentinien, Patricio Lorente. Sie folgen auf Arne Klempert und Phoebe Ayers, die seit 2009 bzw. 2010 als “chapter-selected members” im Gremium tätig waren.

    GRANT ADVISORY COMMITTEE (GAC)

    Das Grant Advisory Committee, das Empfehlungen für die Vergabe finanzieller Unterstützung der Wikimedia Foundation an Individual-Projekte gibt, soll personell aufgestockt werden.

    COMMUNITY FELLOWS

    Die Wikimedia Foundation hat die temporäre Verpflichtung von zwei sogenannten Community Fellows bekanntgegeben, die in der Regel für 12 Monate an einem eigenen Projekt arbeiten. Tanvir Rahman wird in der Autorenförderung speziell für kleinere Sprachversionen von Wikipedia tätig sein. Die zweite Neuverpflichtung im Fellowship-Programm ist Steven Zhang, dessen Aufgabengebiet das Vermitteln bei Konflikten zwischen Autoren sein wird. Näheres zu den beiden Fellows:

    WIKIMEDIA INDIEN

    Im November 2011 fand in Indien eine durch die Wikimedia Foundation geförderte Wikimedia Conference statt. Ein auswertender Bericht ist nun im Meta-Wiki erschienen.

    MONATSBERICHTE

    Wikimedia Frankreich hat den Monatsbericht für April veröffentlicht:

    WIKIMEDIA CHAPTERS ASSOCIATION

    Ein Entwurf der Geschäftsordnung für die Wikimedia Chapters Association wurde veröffentlicht:

    FUNDS DISSEMINATION COMMITTEE (FDC)

    Wie sollen die Spendengelder verteilt werden? Das Kuratorium der Wikimedia Foundation hat beschlossen, ein Gremium zu etablieren, das entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Anregungen und Kritik zum Prozedere und zur Zusammensetzung und Arbeit des Gremiums werden erneut ausdrücklich angefragt.

    Projekte und Initiativen

    MONMOUTHPEDIA

    Kürzlich startete das Projekt MonmouthPedia, in dem die walisische Stadt Monmouth mit über 500 Wikipedia-Artikeln dargestellt wird. Gebäude, Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten der Stadt sind außerdem mit QR-Codes versehen, über die Besucher direkt die entsprechenden Artikeln in mehreren Sprachen aufrufen können. Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Idee und ihre Umsetzung bietet ein Beitrag im Blog der Wikimedia Foundation.

    HOCHSCHULPROGRAMM VON WIKIMEDIA TSCHECHIEN

    Zum einjährigen Bestehen des Hochschulprogramms in Tschechien ist ein Zwischenbericht in englischer SPrach erschienen. Darin wird unter anderem auf die geringen personellen Ressourcen des Programms verwiesen, die zu einer Änderung des Schwerpunkts führen. Zukünftig soll verstärkt auf eine E-Learning-Einleitung zu Wikipedia gesetzt werden:

    BERICHT DES VANDALISMUSBEKÄMPFUNGSTREFFENS

    Am 12. und 13. Mai traf sich eine Reihe von “Vandalenjägern” zu einem Arbeitstreffen in Frankfurt am Main. Ergebnisse des Treffens können unter folgendem
    Link nachgelesen werden:

    URHEBERRECHTSDEBATTE

    Anlässlich einer öffentlichen Anhörung des Unterausschusses Neue Medien über “Vermarktung und Schutz kreativer Inhalte im Internet”, die im Bundestag stattfand, hat Jan Engelmann von Wikimedia Deutschland den aktuellen Stand der Debatte zusammengefasst:

    Technik

    HILFE BEIM TESTEN VON MEDIAWIKI

    Die Wikimedia Foundation hat den Rhythmus, in dem Aktualisierungen der MediaWiki-Software veröffentlicht werden, in letzter Zeit erhöht. Nun folgt ein allgemeiner Aufruf, sich bei den dazugehörigen Testterminen zu beteiligen. Die nächste gemeinschaftliche Arbeitsrunde findet am 9. Juni statt.

    UNIVERSAL LANGUAGE SELECTOR

    Der sogenannten Universal Language Selector steht für ein Projekt, mit dem alle Sprachversionen, die von der MediaWiki-Software unterstützt werden, übersichtlich angezeigt, ausgewählt und nach der Unterstützung auf dem eigenen Rechner geprüft werden können. Im Blog der Foundation wird aufgerufen, das neue Werkzeug zu testen und Hinweise wie Kritik gerne an die Wikimedia Foundation weiterzuleiten.

    Termine

    IRC-SPRECHSTUNDEN

    In der nächsten Zeit werden folgende Sprechstunden mit Wikimedia-Mitarbeitern per Chat stattfinden (alle Zeiten mitteleuropäische Sommerzeit):
    • 29. (auf Englisch) und am 30. Mai (auf Deutsch), jeweils 18.30–19.30 Uhr unserer Zeit, sind Lydia Pintscher und Denny Vrandečić zu allen Fragen rund um Wikidata zu erreichen.
    Jeweils auf Freenode im Kanal #wikimedia-office.

    ANMELDUNG ZUR WIKIPEDIA ACADEMY 2012 GEÖFFNET

    Vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 findet in Berlin die Wikipedia Academy: Research and Free Knowledge (#wpac2012) statt. Wikimedia Deutschland organisiert die Konferenz erstmalig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Forschung mit, über und in Wikipedia.
    [mehr]

  • Veranstaltungsankündigung: Commons-Sommerschule:

    Vom 22.-30. Juni findet in Thüringen die Commons-Sommerschule statt.

    Wikimedia Deutschland stellt für die Veranstaltung bis zu zwei Reisestipendien für Anreise, Teilnahmegebühr und Unterkunft zur Verfügung. Interessierte wenden sich dazu bitte bis zum 3. Juni 2012 mit folgenden Informationen an community@wikimedia.de:

    • kurzes Motivationsschreiben inkl.
    • kurzer Übersicht über dein Engagement in den Wikimedia-Projekten oder anderen Projekten, die Freies Wissen fördern
    • und einem Vorschlag, wie du das bei der Commons-Sommerschule erworbene Wissen und die Erfahrungen zurück in die Community tragen möchtest

    “Commons” steht in diesem Fall übrigens für Allgemeingüter, damit sind weder explizit das Medienarchiv Wikimedia Commons noch die Creative-Commons-Lizenzen gemeint.

    Wir übernehmen hier gerne den Ankündigungstext, den uns das Organisationsteam zur Verfügung gestellt hat.

    Wie gewöhnliche Menschen außergewöhnliche Dinge tun

    Das ist das Motto, unter dem die erste deutschsprachige Commons-Sommerschule vom 22. – 30. Juni in Thüringen steht. Den Titel haben wir gewählt, weil wir erstens überzeugt sind, dass alle Menschen wissen was Commons sind und wie wir damit umgehen müssen, dass wir deshalb alle Expertinnen und Experten für Commons sind, und keine “außergewöhnlichen” Menschen brauchen, um Commons herzustellen und zu erhalten. Weil wir aber zweitens finden, dass es schon außergewöhnlich ist, wenn in Zeiten wo alle von Finanz- und Wirtschaftskrise, von Sparprogrammen, Wachstumszwang und Schulden reden, manche genau das Gegenteil tun: Geld Geld sein lassen und sich auf die Suche nach dem Guten Leben machen. Gemeinsam Dinge organisieren, Verantwortung übernehmen, damit alle ihre Bedürfnisse befriedigen können und die natürlichen Ressourcen bewahrt werden und die geistigen und kulturellen Güter sich vermehren können. Wie wir das unter diesen Rahmenbedingungen am besten machen können, wie wir dazu beitragen können, dass die Commons sich vermehren und immer mehr unserer Bedürfnisse abdecken, darum soll es bei dieser Sommerschule gehen.

    Wir wünschen uns, dass dort viele verschiedene Menschen zusammenkommen um die ganze Vielfalt der Commons abzudecken. Menschen, die sich theoretisch mit Commons beschäftigen und die aus der Praxis kommen. Software-Freaks und Mundräuber, solidarische GärtnerInnen und Menschen aus Wohnprojekten, PiratInnen und kritische ForscherInnen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, gelungene und misslungene Beispiele vorzustellen, Konzepte und Methoden weiter zu entwickeln, sich zu vernetzen und vielleicht entsteht auch das eine oder andere gemeinsame Projekt.

    Das Programm ist abwechslungsreich und interaktiv, mit viel Platz für Wünsche und Interessen der TeilnehmerInnen. Es umfasst theoretische Diskussionen anhand von kurzen Inputs oder Texten, die Zusammenführung von Praxiserfahrungen aus verschiedenen Projekten, Projektbesuche in der Umgebung und strategische Elemente zur Stärkung der Commons auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

    Der Teilnahmebeitrag beträgt inklusive Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) für 8 Tage € 250 (ermäßigt € 160, Ermäßigung kann formlos und nach Selbsteinschätzung bei der Anmeldung beantragt werden). Hinzu kommen die Kosten für die Übernachtung in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Person und Nacht.
    Weitere Informationen finden sich auf der Website, Rückfragen und Anmeldungen nimmt Brigitte Kratzwald entgegen.

    [mehr]

  • MAI-Tagung: Museums and the Internet:

    Seit 2001 treffen sich netzafine Museumsmenschen zur MAI-Tagung, Akronym für “Museums And the Internet”. Nachdem in den Jahren zuvor schon Helge Rieder das Wikipedia-Fähnlein hoch gehalten hatte, sollten die Wikimedia-Projekte, sollte vor allem Wikipedia im Jahr 2012 eine deutliche Präsenz zeigen. 2012 gehört der GLAM-Bereich zu den Schwerpunkten der Wikimedia-Arbeit, sei es durch die ersten offiziellen Zusammenarbeiten beim “Wikipedian in Residence” oder bei “Wiki Loves Monuments“. So nahm ich einmal mehr an einer Fachtagung teil, dieses mal jedoch auch in einer aktiven Rolle.

    Nachdem die Tagung am Montag dem 21. Mai in der Alten Handelsbörse eröffnet wurde, stellte Ivana Scharf ihren Versuch des Crowdfundings für kulturelle Bildung vor, es folgten Geo- und Culturecachingvorschläge für den musealen Bereich. Viele der folgenden Beiträge beschäftigten sich mit der Nutzung mobiler Endgeräte, der Barrierefreiheit und dem Einsatz des Internets für die schulische Bildung. Ebenfalls vorgestellt wurde das Projekt “Linked Heitage“. Am zweiten Tag drehte sich vieles um Social-Media-Themen: Facebook, Google+, Youtube und Blogs.

    Letzter Vortrag im Social-Media-Block war mein Beitrag “Wikipedia trifft Museen – der “Wikipedian in Residence” und andere Formen der Kooperationen zwischen Museen und Wikipedia”. Es war mein erster Vortrag und auch meine erste selbst erstellte Präsentation. Wie mir hinterher freundlicherweise versichert wurde, habe ich mich dabei nicht blamiert. Es war schwer, alle meine Themen in nur 15 Minuten unterzubringen. Doch trotz der Kurzform in allen Bereichen konnte ich nur meine beiden ersten, letztlich auch die Wichtigsten, vorstellen. Nach einer sehr kurzen Einleitung angereichert mit einigen Statistiken stellte ich wie im Titel schon angezeigt das “Wikipedian-in-Residence”-Konzept vor. Danach das Tagungsmodell “Wikipedia trifft…”, für das in näherer Zukunft “Wikipedia trifft Museen” geplant ist. Zu “Wiki Loves” – “Art” und “Monuments” – kam ich leider nicht mehr, ebenso wenig zum Hochschulprogramm. Aber auch das was ich präsentierte wurde sehr positiv aufgenommen. Sowohl “Wikipedia trifft Museen”, als auch “Wikipedia trifft Archäologie”, wurde erfreut zur Kenntnis genommen und vielfach direktes Interesse angemeldet. Auch das Residence-Programm fand Interesse, obwohl auch einfache Schulungen der Museumsmitarbeiter angefragt wurden.

    Nach meinem Vortrag folgten zwei Stunden mit Kurzvorträgen, vor allem zu praktischen Beispielen der Nutzung der neuen Medien im musealen Raum. Sicher war nicht jedes Thema aus wikipedianischer Sicht von Interesse, dennoch sind diese Blicke über den Tellerrand immer wieder sehr erfrischend. Und einmal mehr konnte ich eine Sache lernen: das Interesse an Wikipedia und auch das praktische Interesse an Zusammenarbeiten ist weit verbreitet.

    [mehr]

  • Wikipedia Academy 2012: Registration open, schedule online:

    Die deutsche Version dieses Artikels ist hier.

    From 29 June until 1 July 2012 the Wikipedia Academy (#wpac2012) will take place in Berlin, under the theme “Research and Free Knowledge”. For the first time, Wikimedia Deutschland organises this conference in cooperation with Freie Universität Berlin and the Humboldt Institute for Internet and Society. This year, we lay the focus on research on, with and within Wikipedia and invite researchers who scientifically deal with Free Knowledge and its implications for research and society to participate in the conference.

    The Wikipedia Academy is aimed to address an international audience. The conference language is English.

    On Friday and Saturday the conference will be set at Freie Universität Berlin, School of Business & Economics, Garystrasse 21. The event venue for Sunday will be announced soon.

    Registration

    For participation you have to register for a participant pass in advance. The online registration is open now. The participation fee is 60 Euro (reduced price: 30 Euro).

    Programme

    The conference programme is yet subject to alterations. A preliminary programme schedule can be found on the WPAC2012 website.

    Friday 29 June

    Ahead of the conference, in the morning of Friday, we offer three workshops (tutorials) which will take place at the conference venue. The topics are Wikipedia Data Analysis for Researchers, Toolserver and GLAM Tools. You can register via the online registration form against an extra participation fee of 10 Euro.

    The conference will officially be launched on Friday around 01:30 PM with a keynote speech by Benjamin Mako Hill (researcher at MIT Media Lab and the MIT Sloan School of Management, fellow at Berkman Center for Internet and Society, Free Culture Activist and Advisor der Wikimedia Foundation) introducing to the conference theme Wikipedia and Research. In the afternoon, we will provide the opportunity to get to know a number of different research topics, projects, and ideas in an alternative format during a so-called Speed Geeking. Then, we will also have our first couple of Paper Sessions! Many international researchers have followed our Call for Papers. A list of all accepted submissions is available on our website. At the Paper Sessions the authors will present their scientific works on Wikipedia and Free Knowledge in 30-minute slots each. The first conference day will close with a panel talk on Wikipedia research and the Wikipedia Community.

    Saturday 30 June

    On Saturday we will host paper presentations in three blocks of one and a half hours each. Apart from that, we are planning a panel on science communication applying Wikis and Blogs. The Lightning Talks in the later afternoon will offer an additional opportunity to learn about the results of recent research projects and also about proposals for future projects.

    Sunday 1 July

    On Sunday the Wikipedia Academy will open up for a broader public and invite Wikipedia researchers as well as all those who are interested in the various facets of Wikipedia and related projects and those who are engaged in projects in the context of free culture, free licences, open data or free software.
    Following a keynote speech by Sarah Stierch (Community Fellow of the Wikimedia Foundation, consultant and expert for topics such as the gender gap and GLAM) on Wikipedia and Diversity, an extended Free Culture Brunch will allow for international and interdisciplinary exchange and cross-linking. Later on, Jeanette Hofmann (HIIG) und Sebastian Hauss (Universität Konstanz) will discuss topics such as the social aspects of Free Knowledge in a panel moderated by Matthias Spielkamp (irights.info).
    Around 03:00 PM the festive presentation of the Zedler Prize for Free Knowledge will round the Wikipedia Academy 2012 off. With this prize, Wikimedia Deutschland awards single persons, groups or projects for their outstanding performances in the field of Free Knowledge. All Academy participants are cordially invited to join this event.

    We look forward to our Guests with their various fields of research and scientific interests, stimulating talks and presentations as well as an active exchange of experiences and ideas at the Wikipedia Academy 2012.

    The WPAC2012 Team (academy@wikimedia.de) will be happy to answer questions: Nicole Ebber, Angelika Adam, Maria Rößler and Denis Barthel

    Wikipedia Academy: Research and Free Knowledge (#wpac2012)

    [mehr]

  • Vandalismusbekämpfungstreffen in Frankfurt / Main:

    Ein Erfolgsgeheimnis der Wikipedia ist, dass jeder auch anonym fast jede Seite bearbeiten darf. Jeder, der einen Fehler korrigieren oder einen Artikel erweitern möchte, kann dies über den “bearbeiten”-Button tun. Durch diese Offenheit war es möglich, dass in den verschiedenen Wikimedia-Projekten Millionen Artikel entstehen konnten.

    Allerdings ist nicht jede Änderung hilfreich: Neben gut gemeinten Änderungen, bei denen lediglich die Wiki-Syntax nachbearbeitet werden muss, gibt es auch Änderungen, die nicht das Ziel haben die Wikipedia zu verbessern. Die sogenannten RCler (engl. recent changes – RC) haben es sich zur Aufgabe gemacht Vandalismus zu bekämpfen. Am 12. und 13. Mai trafen sich Mitarbeiter des WikiProjekts “Vandalismusbekämpfung” zu einem Workshop in Frankfurt am Main. Die Mitarbeiter des Projekts kümmern sich schwerpunktmäßig um die Bekämpfung von Vandalismus indem sie durch die systematisch die letzten Änderungen kontrollieren. Dabei bedienen sie sich oft moderner Hilfsmittel wie Skripten oder Tools. Sie halten dabei gewisse Grundsätze ein, die wegen des Umgangs mit Neulingen in diesem Bereich unerlässlich sind.

    Der Workshop erörterte die verschiedenen Typen von Vandalismus, ihrer Abgrenzung von anderen nicht hilfreichen Bearbeitungen sowie den sinnvollen Einsatz von Werkzeugen bei der Vandalismusbekämpfung. Wichtig war den Teilnehmern nicht nur die Bekämpfung des Vandalismus sondern auch ein angemessener Umgang mit Neulingen, da die Erfahrung gezeigt hat, dass auch bei guten Autoren die ersten Änderungen oftmals wenig hilfreich waren. Aus diesem Grund wird auch eine Erhöhung der Einstiegshürde abgelehnt, zumal die Intensität des Vandalismus in der deutschsprachigen Wikipedia seit der Einführung der gesichteten Versionen im Jahr 2007 stark abgenommen hat.


    Ein Werkzeug, das von vielen Vandalismusbekämpfern eingesetzt wird, ist Huggle. Es erhöht die Geschwindigkeit, mit der Änderungen gesichtet, ggf. zurückgesetzt und User verwarnt werden im Vergleich zu anderen Werkzeugen und der manuellen Prüfung deutlich. Der Einsatz von Huggle wird von vielen Wikipedianern kritisch gesehen und wurde daher während des Workshops ausführlich diskutiert. Die hohe Geschwindigkeit, mit der gearbeitet werden kann, verlangt nicht nur Sorgfalt bei der Prüfung der Änderung sondern auch bei der Ansprache. Die Ansprache erfolgt überwiegend über Vorlagen. Die Ansprache über Textvorlagen alleine ist schon kritisch, da die meisten Menschen nur ungern mit unpersönlichen Textbausteinen konfrontiert wurden. Wenn dann auch noch die falsche Vorlage verwendet wird und ein gutwilliger Nutzer angesprochen wird wie ein pubertärer Vandale, dann verfehlt die Ansprache ihren Zweck. Ein Ergebnis des Workshops war neben der Überarbeitung der von Huggle verwendeten Vorlagen ein geschärftes Verständnis zum richtigen Einsatz des Werkzeugs.

    Vandalismusbekämpfung ist kein Problem, dem sich nur die deutschsprachige Wikipedia stellen muss. Wenig hilfreiche oder gar destruktive Änderungen gibt es in allen Wikimedia-Projekten. Während die deutschsprachige Wikipedia über ein eingespieltes Team von RClern, Oversightern und Stewards verfügt, fehlen gerade in kleineren Projekten die Strukturen und Mitarbeiter. Diesen Projekten hilft das Small Wiki Monitoring Team, zu dem auch einige Mitarbeiter des WikiProjekts “Vandalismusbekämpfung” gehören.

    Eine Dokumentation der Ergebnisse findet sich hier

    O. Koslowski

    [mehr]

  • Reformbaustelle Urheberrecht: Wer bietet mehr?:

    Die Urheberrechtsdebatte erscheint auch deshalb so verfahren, weil es dabei zwei grundsätzliche Sichtweisen gibt, die sich nicht so recht miteinander versöhnen lassen: Während die eine Seite glaubt, auf verlustfreies Kopieren im Internet müsse mit technischen Mitteln (z.B. Digital Rights Management) und regulatorischen Eingriffen (z.B. Sperrverfügungen) reagiert werden, hält die andere Seite die Kontrolle von Kopien im Grunde für eine überflüssige Sisyphusarbeit, die zudem davon ablenke, Anpassungen im geltenden Recht an die digitale Alltagsrealität voranzutreiben.

    Der gestrige Tag im politischen Berlin bot gleich mehrere Möglichkeiten, um die Unvereinbarkeit dieser Perspektiven zu besichtigen. Im Deutschen Bundestag hatte der Unterausschuss Neue Medien zu einer öffentlichen Anhörung über “Vermarktung und Schutz kreativer Inhalte im Internet” geladen. Darin wiederholten die Sachverständigen größtenteils altbekannte Positionen. Während die Vertreter der Musik- und Filmindustrie über Umsatzverluste durch privates P2P-Filesharing und kommerzielle File-Hoster klagten und den Gesetzgeber zum energischen Handeln aufforderten, erteilten Medienrechtler und Netzaktivisten jeglichen Eingriffen in die informationelle Selbstbestimmung und das Fernmeldegeheimnis eine klare Absage. Das von Prof. Rolf Schwartmann im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelte Warnhinweismodell für Urheberrechtsverletzungen war zuvor nicht nur von Datenschützern, sondern vor allem auch von der Internetwirtschaft abgelehnt worden. Die Internet-Service-Provider möchten sich schließlich ungern als “Hilfsheriffs” bei der Strafverfolgung einspannen lassen.

    Einige Stunden zuvor hatte die SPD bereits ihre Haltung nicht nur zum Warnhinweismodell, sondern auch zu einer stärkeren Überwachung des Datenverkehrs und Sanktionen gegenüber Privatpersonen verdeutlicht. Anlässlich der Vorstellung des Papiers “12 Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht” (Notabene: Irgendwie heißen dieses Papiere alle gleich) betonte Lars Klingbeil, der netzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dass “wir unverhältnismäßige Durchsetzungsmaßnahmen wie Three Strikes ausschließen”. Das Papier selbst, das man durchaus als wichtigen Orientierungspunkt in der parteiinternen Debatte werten darf, mahnt eine “effektive, aber verhältnismäßige” Rechtsdurchsetzung an. So soll die gängige Abmahnpraxis durch eine Begrenzung des Streitwerts bei einmaligen, geringfügigen Urheberrechtsverstößen eingedämmt werden. Ganz klar an den Kragen will man kommerziellen Plattformen, die Urheberrechtsverstöße billigend in Kauf nehmen bzw. ihr Geschäftsmodell darauf gründen (wie z.B. kino.to). Im Hinblick auf die Haftungssituation von Host-Providern spricht die SPD lediglich davon, dass die bestehende Regelungen “überprüft” und “neu justiert” werden müssen.

    Sehr erfreulich ist, dass die SPD sich klar gegen das im Koalitionsvertrag verabredete Leistungsschutzrecht für Presseverleger – de facto eine Abgabepflicht für News-Aggregatoren – ausspricht. Allerdings hält sie sich mit der Formulierung “Ob es hierzu gesetzlicher Änderungen bedarf, ist zu prüfen” ein kleines Hintertürchen offen. Aus der Sicht von Wikimedia Deutschland ist der Passus zur Behandlung verwaister Werke – einem der drängendsten Probleme für den Aufbau einer Wissensallmende – leider sehr unglücklich geraten: Weder wird für die “sorgfältige Suche” (diligent search) nach den Rechteinhabern ein konkreter Prozessvorschlag gemacht, noch das übereinstimmende Votum vieler Experten aufgegriffen, wonach die Digitalisierung und kostenfreie Veröffentlichung von kulturellem Erbe vergütungsfrei gehalten werden muss, um überhaupt entsprechende Anreize für die staatlichen Gedächnisinstiutionen (Archive, Bibliotheken, Museen, Mediatheken) zu schaffen.

    Ingesamt kommt das Papier zu wenig über Allgemeinplätze (Lob von Creative Commons, Lob der Verwertungsgesellschaften, Lob des Urhebervertragsrechts) hinaus. Die bestehenden Widersprüche innerhalb des Systems der Rechtewahrnehmung, z.B. zwischen CC und der Gema, werden erst gar nicht benannt. Ein anderer Punkt lässt indes aufhorchen: Die SPD distanziert sich klar von der Kulturflatrate, also dem Ansatz, nicht-kommerzielle Tauschhandlungen zu legalisieren und daran eine pauschale Vergütung (als Aufschlag an den Internetanschluss) zu knüpfen. Dies wird zum einen mit der finanziellen Belastung auch für Offliner, zum anderen mit dem Eingriff in das Urheberpersönlichkeitsrecht begründet.

    Die Kulturflatrate, vor Jahresfrist noch der einzig ernst zu nehmende Vorschlag für eine Pauschalvergütung, gerät damit weiter unter Nachbesserungdruck. Zuletzt waren auf einer Tagung der Linken verschiedene Modelle – eine Tauschlizenz nach Volker Grassmuck, die Kulturwertmark des Chaos Computer Clubs sowie die durch die AG DOK vorgeschlagene Teilumwidmung der Haushaltsabgabe – in Abgrenzung zu einer solchen “Internet-GEZ” diskutiert worden.

    Die Piratenpartei, die gestern nahezu zeitgleich zur SPD ein kurzes Thesenpapier zum Urheberrecht veröffentlichte, will hingegen keinerlei kompensatorische Maßnahmen für die von ihr geforderte Legalisierung von File-Sharing. Sie regt demgegenüber u.a. eine Reduktion der Schutzfrist auf zehn Jahre post mortem auctoris, eine Regelung zur transformatorischen Werknutzung innerhalb der Privatkopieschranke (“Recht auf Remix”), eine “Use-it-or-lose-it”-Klausel (Rückfall der Verwertungsrechte bei Nichtausübung) sowie eine zeitliche Begrenzung der Einräumung von ausschließlichen Nutzungsrechten auf maximal 25 Jahre an. Inwieweit diese doch sehr weitreichenden Positionen mit denen der anderen Parteien zu versöhnen sind, bleibt abzuwarten.

    (Nachtrag: Die urheberrechtliche Position von Bündnis90/Die Grünen war bereits Thema eines älteren Blogbeitrags, die neueren Entwicklungen bei den Regierungsparteien sollen gesondert behandelt werden.)

    [mehr]

  • Wikipedia Academy 2012: Anmeldung eröffnet, Programm veröffentlicht:

    Vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 findet in Berlin die Wikipedia Academy: Research and Free Knowledge (#wpac2012) statt. Wikimedia Deutschland organisiert die Konferenz erstmalig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Forschung mit, über und in Wikipedia. Aber nicht nur das! Auch Forscher, die sich wissenschaftlich mit Freiem Wissen und dessen Implikationen auf Forschung und Gesellschaft beschäftigen, sind herzlich eingeladen, an der dreitägigen Konferenz teilzunehmen. Mit der Academy sprechen wir ein internationales Publikum an; die Konferenzsprache ist Englisch.

    Die Wikipedia Academy 2012 findet am Freitag und Samstag an der Freien Universität Berlin, School of Business & Economics, Garystrasse 21 statt. Der Veranstaltungsort für Sonntag wird noch bekannt gegeben.


    Anmeldung

    Für die Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig und ab sofort möglich. Der Eintrittspreis beträgt 60 Euro (30 Euro ermäßigt). Zum Anmeldeformular.

    Programm

    Das vorläufige Programm findet sich auf der Website. Wir behalten uns noch kleine Änderungen vor.

    Freitag

    Im Vorprogramm der Academy am Freitagvormittag bieten wir drei Workshops zu den Themen Wikipedia Data Analysis for Researchers, Toolserver und GLAM Tools. Für diese Workshops ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich (ebenfalls über das Anmeldeformular), die Teilnahme kostet 10 Euro.

    Offizieller Beginn der Academy ist dann am Freitag gegen 13:30 Uhr. Benjamin Mako Hill, Forscher am MIT Media Lab und der MIT Sloan School of Management, Fellow am Berkman Center for Internet and Society, Free Culture Activist und Advisor der Wikimedia Foundation, wird mit einer Keynote Lecture das Konferenzthema Wikipedia and Research einleiten. Am Nachmittag bieten wir beim so genannten Speed Geeking die Gelegenheit, in einem alternativen Format Forschungsprojekte, -vorhaben oder -ideen kennenzulernen. Daran anschließend gibt es die ersten Paper Sessions. Unserem Call for Papers sind zahlreich internationale Forscherinnen und Forscher gefolgt. Bei den Paper Sessions werden sie ihre wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Wikipedia und Freies Wissen präsentieren. Daran schließt ein Panel über Wikipediaforschung und Wikipedia-Community an.

    Samstag

    Am Samstag werden in drei Programmblocks weitere Forschungsarbeiten (Papers) vorgestellt. Wir planen eine Diskussionsrunde zur Wissenschaftskommunikation mit Wikis und Blogs. Die Lightning Talks am späten Nachmittag bieten die Möglichkeit, prägnant und in Kürze weitere Forschungsergebnisse oder -vorhaben zu präsentieren.

    Sonntag

    Am Sonntag öffnen wir die Academy für ein größeres Publikum und laden neben Wikipediaforschern auch all diejenigen ein, die sich mit verschiedenen Aspekten von Wikipedia und den Schwesterprojekten, mit Free Culture, Freien Lizenzen, Open Data oder Freier Software befassen.

    Nach einer Keynote Lecture von Sarah Stierch (Community Fellow bei der Wikimedia Foundation, Beraterin und Expertin für Themen wie Gender Gap und GLAM) zum Thema Wikipedia and Diversity bietet der ausgedehnte Free Culture Brunch eine ausgezeichnete Möglichkeit zur internationalen und interdisziplinären Vernetzung. Daran schließt das Free Knowledge Panel am Nachmittag an: Unter Moderation von Matthias Spielkamp von irights.info diskutieren unter anderem Jeanette Hofmann (HIIG) und Sebastian Hauss (Universität Konstanz) über die sozialen Aspekte Freien Wissens.

    Den festlichen Abschluss der Wikipedia Academy bildet die Verleihung des Zedler-Preises am Sonntag gegen 15 Uhr. Mit diesem Preis zeichnet Wikimedia Deutschland Personen, Gruppen oder Projekte aus, die sich im Jahr 2011 ganz besonders für Freies Wissen engagiert haben. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Academy sind herzlich eingeladen, an der Verleihung teilzunehmen.

    Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr – früh genug also, um es pünktlich zum Finale der Fußball-Europameisterschaft nach Hause oder vor die nächste Großleinwand zu schaffen.

     
    Wir freuen uns auf unsere Gäste aus Wissenschaft und Forschung, ihre vielen unterschiedlichen Schwerpunkte und einen angeregten Austausch bei der Wikipedia Academy 2012. Ebenso willkommen sind Wikipedianer und Communitymitglieder, die sich mit den wissenschaftlichen Aspekte von Wikipedia und Freiem Wissen beschäftigen und an einem intensiven Austausch mit der Wissenschaft interessiert sind.

    Alle Fragen beantwortet das Academy-Team (academy@wikimedia.de): Nicole Ebber, Angelika Adam, Maria Rößler und Denis Barthel

     

    [mehr]

  • re:publica-Nachlese: Frauen in die Wikipedia!:

    Wikimedia Deutschland war dabei: auf der re:publica 2012, der größten Konferenz Deutschlands über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Drei Tage lang haben wir in vielen Sessions über Wikimedia Deutschland und Wikipedia informiert und obendrein über Freies Wissen diskutiert.

    „Frauen in die Wikipedia!“ lautete unser Aufruf am ersten Nachmittag der Web-Konferenz. Katrin Rönicke, aktiv bei der feministischen Initiative „Frau Lila“, moderierte die Diskussionsrunde. Warum so wenige Autorinnen in Wikipedia mitschreiben und welche Strukturen innerhalb und außerhalb der Wikipedia den geringen weiblichen Anteil der Autorinnenschaft beeinflussen, gehörten zu den Kernfragen. Hierüber debattierten Anja Ebersbach und Dirk Franke, die sich beide ehrenamtlich im Präsidium von Wikimedia Deutschland engagieren. Die Wikipedianierin Stefanie Senger berichtete von ihren bisherigen positiven und negativen Erfahrungen in der Wikipedia. Mit Andreas Kemper ergänzte der kritische Blick des Mitbegründers des Portals Diskriminierung in der Wikipedia die Diskussion. Die Journalistin Susanne Patzelt und Autorin des Artikels „Nichts wie rein in die Welt des Wissens“ komplettierte die Runde.

    Die Diskussion bezog sich vor allem auf zwei Aspekte: Es sollen so viele Menschen wie möglich am Wissen der Welt mitwirken, damit vielfältige Perspektiven und Themen abgebildet werden. Der Gender Gap der Wikipedia widerspricht dieser Idee derzeit, denn nur rund 10 Prozent der AutorInnenschaft sind Frauen. Einfache Lösungen gibt es zwar nicht, doch, so die einvernehmliche Meinung in der Diskussionsrunde, ist eine Auseinandersetzung mit dem Gender Gap in der Community der Wikipedia unerlässlich. Auch die verstärkte Ansprache von Frauen, die Lust haben in Wikipedia mitzuschreiben, sollte in Angriff genommen werden, damit die größte Enzyklopädie der Welt um weiteres Wissen bereichert wird.

    Hier könnt Ihr nun selbst die Diskussion verfolgen. Viel Spaß bei der 50-minütigen Videodokumentation!

    Frauen in der Wikipedia from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

    [mehr]

  • Wikimedia:Woche 20/2012:

    Die Wikimedia:Woche ist die wöchentliche Zusammenfassung von aktuellen Nachrichten aus der internationalen Wikimedia-Bewegung. Der gemeinschaftliche Mailing-Newsletter von Freiwilligen und Wikimedia Deutschland wird immer donnerstags in Wikipedia, auf der Mailingliste des Vereins und auch hier im Blog veröffentlicht.

    Interessierte sind herzlich eingeladen, bei der Zusammenstellung von interessanten Links und Themen mitzumachen. Bis zum jeweils folgenden Donnerstag wird hier gesammelt.

    Viel Spaß beim Lesen!

     

    = Wikimedia:Woche (20/2012) =

    Frühere Ausgaben sind archiviert unter:

    Die Liste der Beitragenden kann der Versionsgeschichte der jeweiligen Ausgabe im Archiv in Wikipedia entnommen werden.

     

    Foundation und Vereine

    WIKIMEDIA ÖSTERREICH

    Der Vorstand hat für die kommenden drei Jahre strategische Ziele, Jahresziele und eine Struktur zu deren Umsetzung festgesetzt.
    Erstes sichtbares Ergebnis: die Stellenausschreibung für eine/n Geschäftsführer/in.

    WIKIMEDIA NIEDERLANDE

    Die Monatsberichte der Länderorganisation für März und April 2012 wurden veröffentlicht.

    WIKIMEDIA UK

    Wikimedia UK hat einen neuen Vorstand gewählt. Das siebenköpfige Gremium hat nun drei neue Mitglieder. Namen und Details sind im Blog von Wikimedia UK zu finden.

    WIKIMEDIA DEUTSCHLAND ZUR URHEBERRECHTSDEBATTE

    Eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Urheberrechtsdebatte hat Jan Engelmann, Leiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland, veröffentlicht.

    FRAGEN UND ANTWORTEN ZU RECHTSTHEMEN

    Der Justiziar der Wikimedia Foundation, Geoff Brigham, und sein Team geben im Meta-Wiki Antworten auf Rechtsfragen, die sich regelmäßig in den Wikimedia-Projekten stellen. Wie im Februar 2012 angekündigt, soll hierüber die Community in wichtigen rechtlichen Fragen stärker unterstützt werden. Auf der Brainstorming-Seite können Themen und Fragen aus den Projekten eingebracht werden. Individuelle Rechtsberatung findet dort jedoch nicht statt.

    Projekte und Initiativen

    BILDUPLOAD ABSCHALTEN?

    Im Meta-Wiki findet derzeit eine Umfrage zur Abschaltung des lokalen Bilduploads in kleineren Communitys statt.

    Studien und Statistik

    NEUES AUS DER AUTORENSTUDIE

    Die Wikimedia Foundation hat Details aus einer internationalen Autorenumfrage veröffentlicht. Demnach geben 59 Prozent der Teilnehmer der Umfrage an, dass sie vor der Registrierung eines eigenen Benutzerkontos bei Wikipedia bereits als IP Änderungen vorgenommen hatten. Außerdem betrifft den Umfrageergebnissen zufolge der Rückgang der persönlichen Bearbeitungen besonders erfahrenere Benutzer. Zwischen diesen und neuen Autoren zeigt sich außerdem eine unterschiedliche Gewichtung der ihrer Meinung nach größten Probleme von Wikpedia: Neue Benutzer kritisieren eher komplexe Editierregeln, erfahrenere Benutzer tendenziell eher die Zusammenarbeit mit anderen Autoren.

    Technik

    KEINE WERBUNG AUF WIKIPEDIA!

    Aus aktuellem Anlass hat die Wikimedia Foundation darauf hingewiesen, dass außer den Bannern des jährlichen Wikimedia-Spendenaufrufs keinerlei Werbung in Wikipedia geschaltet wird. Wer dennoch Werbung eingeblendet bekommt, ist womöglich Opfer von Schadprogrammen. Was man dagegen tun kann, wird hier beschrieben:

    RENDER

    Alle drei Monate finden Projektbeurteilungen für alle Partner des EU-Projekts statt. Einen Rückblick auf das kürzlich in Madrid stattgefundene Treffen ist im Blog von Wikimedia Deutschland veröffentlicht. Darin: Ein Blick in den Ablauf dieser Treffen und Aktuelles zur Entwicklung der Werkzeuge zur Artikelqualität in Wikipedia.

    Termine

    WIKICON 2012

    Die Anmeldungsphase der WikiConvention in Dornbirn ist eröffnet. Außerdem können eigene Programmideen bis zum 30. Juni 2012 eingereicht werden.

    LINUXTAG 2012

    Vom 23. bis 26. Mai in Berlin. Nähere Informationen:
    [mehr]